BISoftware und Technologie

Viele Roboter automatisieren nur Basisprozesse

Routinetätigkeiten lassen sich mit Robotic Process Automation erledigen. Für eine ganzheitliche Steuerung von Geschäftsprozessen braucht es laut Pegasystems jedoch zusätzliche Technologien wie Künstliche Intelligenz und Case Management.

Sich wiederholende Routineaufgaben im Zusammenhang mit Altsystemen oder Dokumenten lassen sich mit Robotic Process Automation gut automatisieren. Die aktuelle Pandemie zeigt allerdings die Grenzen dieser Technologie auf, wie Jörg Richter, Head of Solutions Sales Consulting EMEA bei Pegasystems, berichtet: „Robots, die als digitale Assistenten auf Endgeräten in den Unternehmen fungieren und teilweise das Eingreifen der Mitarbeiter erfordern, können – wenn überhaupt – nur mit viel Konfigurationsaufwand für das Homeoffice zur Verfügung gestellt werden. Oft ist das wegen der zugrundeliegenden veralteten Infrastruktur gar nicht möglich. Die so automatisierten Prozessabläufe sind zudem oft sehr starr, wenig auf Mobilität ausgerichtet und lassen sich deshalb nicht ohne Weiteres an die aktuelle Situation anpassen.“

rpaMit Robotic Process Automation lassen sich nur Routineaufgaben gut automatisieren“, berichtet Jörg Richter, Head of Solutions Sales Consulting EMEA bei Pegasystems. „Eine ganzheitliche intelligente Prozessautomatisierung erfordert zusätzliche Technologien wie Künstliche Intelligenz, Case Management und Business Process Automation.“

Nur eine ganzheitliche intelligente Prozessautomatisierung bietet nach Ansicht von Pegasystems die nötige Flexibilität und Agilität. Diese Variante der Ablaufsteuerung gehe über Robotic Process Automation hinaus und erfordere zusätzliche Technologien wie Künstliche Intelligenz, Case Management und Business Process Automation. Unternehmen könnten damit ihre gesamten Kundenprozesse umfassend digitalisieren, flexible Einheiten handhaben und orchestrieren. Menschliche und digitale Aktionen ließen sich so aufeinander abstimmen und steuern, dass nahtlose Ende-zu-Ende-Prozesse entstehen. Diese Steuerung lasse sich flexibel an neue Gegebenheiten anpassen.

„Mit einem solchen Ansatz und Technologiestack haben Unternehmen auch in der aktuellen Pandemie deutlich mehr Optionen“, erläutert Richter. „So gäbe es etwa die Möglichkeit, die Prozessflüsse so umzugestalten, dass sie die Homeoffices einbinden. Geschäftsanwendungen ließen sich sehr schnell auf die neuen Arbeitsumgebungen anpassen, da die zugrundeliegenden Abläufe und Systemanbindungen konstant blieben. Die Aufgaben der Mitarbeiter könnten so zum Beispiel kurzfristig über ein Webinterface zur Verfügung gestellt werden.“

Eine derartige Flexibilität zahlt sich laut Richter nicht nur in Krisen aus: „Die derzeitige Situation ist ein Extremfall, der sich hoffentlich nicht so schnell wiederholt. Es zeigt sich jedoch deutlich, welche Möglichkeiten Unternehmen ganz grundsätzlich verschenken, wenn sie nicht auf eine wirklich intelligente Automatisierung setzen.“ Von einem derartigen Ausbau profitierten Unternehmen auch im Alltagsgeschäft erheblich. Zum Beispiel, wenn sie auf neue Marktanforderungen reagieren müssen, bei Akquisitionen und Fusionen oder wenn bestimmte Abteilungen nicht mehr besetzt werden können, weil die Mitarbeiter in Rente gegangen sind und sich keine Nachwuchskräfte finden lassen.” Jürgen Frisch


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