Software und Technologie

Software schafft Leitplanken für die Digitalisierung

Die TWENTY2X wurde auf den 23. – 25. Juni 2020 verschoben.
Weitere Informationen: www.twenty2x.de

Business Management und Prozessinnovationen im Mittelstand und bei Dienstleistern – das sind die Trendthemen der Messe TWENTY2X. ERP-Hersteller locken investitionsbereite Unternehmen mit vorkonfigurierten Branchenlösungen auf Basis Künstlicher Intelligenz.

Intelligente Technologien unterstützen Unternehmen bei der digitalen Transformation. Unternehmensweite Standardsoftware (ERP) muss diesen Unternehmensumbau als Taktgeber abbilden. Papiergebundene und daher träge Abläufe gehören künftig der Vergangenheit an.

Die folgende Übersicht stellt exemplarisch die Angebote von neun Anbietern auf der Messe TWENTY2X dar. Die Bandbreite reicht von Künstlicher Intelligenz in Lager, Produktion und für die Losgröße 1 über Projektmanagement, New Work und Collaboration, elektronische Akten, den digitalen Rechnungseingang bis hin zu fälschungssicheren Dokumenten.

Aagon verschlankt den Update-Prozess von Windows

Die Experten von Aagon reisen mit der neuesten Version ihrer Client-Management-Suite nach Hannover und demonstrieren in Halle 8, Stand C30 die Lösung Complete Aagon Windows Update Management. Diese Suite soll IT-Administratoren den Arbeitsalltags erleichtern, indem sie Windows-Updates verschlankt.

Complete Aagon Windows Update Management ersetzt die Windows Update Services. Anders als die Microsoft-Lösung lädt Complete Aagon Windows Update Management ausschließlich diejenigen Updates, welche die Clients tatsächlich benötigen. Dadurch sinkt die s belegte Bandbreite.

Zeitraubende Standardaufgaben lassen sich mit der Lösung ACMP Automate automatisieren. Die aktuelle Version enthält einen Klick-Recorder, der auf Mausklicks sowie Tastatureingaben aufzeichnet und in Client Commands umwandelt. Welche Erleichterungen ACMP Automate im praktischen Einsatz in der öffentlichen Verwaltung liefert, beschreiben Agon-Experte Sven Häckel sowie Mario Fritsche, IT Projektleiter beim Kreis Warendorf in einem Vortrag am 18. März um 16.10 Uhr auf der Center Stage. Kunden und Interessenten, die diesen Vortrag besuchen möchten, können sich hier anmelden und erhalten eine kostenlose Eintrittskarte zur Messe.

Künstliche intelligenz steuert Produktion und Lager

Der Standardsoftwerker Asseco Solutions erklärt in Halle 7, Stand A18, wie künstliche Intelligenz in eine ERP-Lösung anreichert. Die Grundlage bildet ein neuronales Netz, das speziell für den Anwendungszweck des Kunden trainiert wird. Künstliche Intelligenz präsentiert ihre Ergebnisse stets als Vorschläge, die der Nutzer annimmt oder ablehnt.

In der Lagerhaltung empfiehlt APplus auf Basis eines neuronalen Netzes, ob ein Artikel auf Lager gelegt werden sollte sowie welche Werte für Mindestbestand oder Bestellmenge ideal sind.

Von Funktionalitäten sollen Anwender in unterschiedlichsten Bereichen profitieren, zum Beispiel beim Personalisieren von Portalen. APplus 7.0 analysiert das Verhalten von Anwendern und generiert auf dieser Basis Vorschläge für das Anordnen der Bedienelemente. In der Lagerhaltung empfiehlt APplus, ob ein Artikel auf Lager gelegt werden sollte sowie welche Werte für Mindestbestand oder Bestellmenge ideal sind.

Bei Sales-Mitarbeitern ermittelt die Lösung basierend auf dem bisherigen Kundenstamm automatisch weitere Vertriebschancen. Der Firmenmonitor hält Verkäufer über Kontaktanlässe auf dem Laufenden. Im Rahmen von Industrie 4.0 überwacht der Anomalie-Agent von Maschinendaten, um potenziellen Ausschuss und Fehlfunktionen früh zu erkennen.

Elektronische Akten für die Verwaltung

Rechtssichere elektronische Akten für die öffentliche Verwaltung präsentiert der Dokumentenmanagement-Spezialist Ceyoniq Technology in Halle 8, Stand A14. Die Lösung nscale eGov bietet Clients für jeden Anwendungsfall. Die Nutzung über eine App ist ebenso möglich wie der Zugriff über einen Web-Browser, einen Rich-Client oder eine Explorer-Integration. Standardisierte Schnittstellen ermöglichen das regelbasierte Erstellen von Akten. Die E-Akte eignet sich  laut Hersteller für jede Infrastruktur, auch auf Linux- oder PostgreSQL-Systemen ist der Betrieb möglich. Für den schnellen Einsatz sind vorkonfigurierte Lösungen verfügbar.

Weitere Lösungen von Ceyoniq Technology unterstützen die digitale Ablaufsteuerung vom Posteingang über die Schriftgutverwaltung und Sachbearbeitung bis hin zum Postausgang und zur gesetzeskonformen Aufbewahrung.

Ein Produktionsscanner für dem Dauerbetrieb

Bei InoTec in Halle 7, Stand D09 erwartet die Besucher das jüngste Mitglied der Produktionsscanner-Familie. Der SCAMAX 6×1 ist konzipiert für Scanprojekte mit hohem Belegvolumen und stark unterschiedlichen Dokumententypen etwa in Poststellen, Archiven oder bei Scandienstleistern.

210 Blatt pro Minute scannt der SCAMAX 6×1 im Dauerbetrieb.

Die Funktionen sind auf den Dauerbetrieb mit hohen Durchsatzahlen ausgerichtet: die Scangeschwindigkeit von bis zu 210 Blatt pro Minute, eine hohe Bildqualität, zuverlässige Belegverarbeitung sowie intelligente Dokumentenerfassungsprozesse. Rauscharme und scharfe Images verbessern die Texterkennung. Die Kamera mit LED-Beleuchtungssystem liefert Images in einer Auflösung bis zu 600 dpi und 24-Bit Farbtiefe.

Der Papiereinzug verarbeitet auch Beleggut mit unterschiedlichen Größen und Stärken. Der Dokumententransport erfolgt über verschleißfreie Bänder, die weder gewartet noch gereinigt werden müssen. Sensoren erkennen übersehene Büro- und Heftklammern in den Dokumenten. Zusätzlichen Schutz bietet ein kratzresistentes Spezialglas bei den Glasführungsschienen.

Mehrere Arbeitsschritte lassen sich in den Scanner verlagern, beispielsweise die komplette Bildbearbeitung. Schräg eingezogene Dokumente werden geradegerückt, Helligkeit und Kontrast optimiert oder Leerseiten automatisch erkannt. Über eine eventgesteuerte Weiche erfolgt die Sortierung der Dokumente anhand von Barcode, Patchcode oder Dokumentenlänge.

Digitale Eingangspost und elektronische Akten

Die Janich & Klass Computertechnik GmbH zeigt in Halle 8, Stand D19, wie Unternehmen Einzelseiten, großformatige Dokumente und ganze Aktenordner in nur einem Arbeitsgang digitalisieren. Grundlage dafür bildet eine gemeinsam mit der Zeutschel GmbH entwickelte Komplettlösung. Diese beinhaltet den Hochleistungsscanner XINO S700, der bis zu 220 Blatt pro Minute digitalisiert sowie den Aufsichtsscanner OS 15000 S, der für die Verarbeitung von Plänen, Zeichnungen, Bauakten und anderen großformatigen Vorlagen ausgelegt ist. Mit der Erfassungssoftware DpuScan lassen sich beide Geräte zentral vom Arbeitsplatz steuern. So können Anwender in einem durchgängigen Prozess sämtliche Unterlagen eines Projekts fortlaufend digitalisieren.

„Oftmals bestehen der Posteingang und Bestandsakten aus herkömmlichen DIN-A4-Seiten und Dokumenten, die über diese Größe hinausgehen“, berichtet Wolfgang Urban, Prokurist bei Janich & Klass. „Unternehmen oder Behörden benötigen dann typischerweise unterschiedliche Scanner, um diese heterogenen Bestände zu digitalisieren. Unsere Komplettlösung beinhaltet die dazu passenden Geräte und eine Software für deren zentrale Steuerung vom Arbeitsplatz aus.“

In DpuScan können Anwender per Klick von einem Scanner auf den anderen wechseln. So lassen sich mit einem XINO-Gerät zunächst die Einzelblätter stapelweise in hoher Geschwindigkeit digitalisieren. Kommen größere Formate oder gebundene Dokumente an die Reihe, wechselt der Anwender über das Auswahlmenü zum Zeutschel-Aufsichtsscanner. Sind diese digitalisiert, kehrt der Anwender wieder zum Hochleistungsscanner zurück, um den Reststapel zu verarbeiten. Sämtliche Dokumente werden im selben Verzeichnis abgelegt. So lässt sich heterogenes Beleggut aus herkömmlichen Dokumenten und großformatigen Plänen in einem Arbeitsgang komfortabel digitalisieren. Ein zeitaufwändiges Nachbearbeiten von Belegstapeln entfällt ebenso wie das Einfügen und Ersetzen von Platzhaltern.

Der Scanner XINO S700 digitalisiert bis zu 220 Blatt pro Minute.

XINO-Scanner bieten ein materialschonendes Papiertransportsystem, eine integrierte Sortierfunktion und ein wechselbares Feeder-System für wahlweise linksseitigen oder mittigen Belegeinzug. Die Geräte sind in den Ausbaustufen 130, 170 sowie 220 Seiten pro Minute verfügbar. Dank des Ultraschallsystems werden Doppelblatteinzüge trotz der hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit sicher und zuverlässig erkannt. Die integrierte Kamera bietet eine optische Auflösung von standardmäßig 600 dpi. Für das Ausleuchten der Dokumente kommt ein LED-System der jüngsten Generation zum Einsatz.

Collaboration-Tools straffen Prozessabläufe

Der im niedersächsischen Scheeßel beheimatete Business-Softwarehersteller mesonic präsentiert in Halle 7, Stand B18 gemeinsam mit seinem Fachhandelspartner S&S Software digitale Lösungen auf Basis der Unternehmenssoftware WinLine. Lösungen für die intelligente Verarbeitung von Eingangsrechnungen gehören ebenfalls dazu wie integrierte Collaboration-Tools für die Unternehmenskommunikation, welche die Zusammenarbeit von Teams und Mitarbeiter fördern.

„Die Abläufe im Business werden immer komplexer, die Datenmengen wachsen, und gleichzeitig müssen die Verantwortlichen ihre Entscheidungen immer schneller fällen“, berichtet Peter Behrens, Sales-Verantwortlicher bei mesonic in Deutschland. „Um hier mitzuhalten, müssen mittelständische Unternehmen ihre Prozesse digitalisieren. Wie dies aussehen kann, zeigen wir an konkreten Beispielen.“

mesonic und S&S Software wollen Verantwortlichen überzeugen, die Chancen der Modernisierung von Geschäftsprozessen zu nutzen. Digitale Geschäftsmodelle stärken die Wettbewerbsfähigkeit und die Zukunftsfähigkeit von kleinen und mittelständischen Unternehmen, davon ist der Software-Hersteller überzeugt.

Fälschungssichere Signaturen

Signotec, Hersteller von Hardware und Software zur digitalen Erfassung handgeschriebener elektronischer Signaturen zeigt in Halle 7, Stand D31, wie sich Dokumente mit Signaturpads und Security-Software für Tablets und Smartphones absichern lassen. Die Bandbreite reicht von der der elektronischen Signatur, über die visuellen und digitalen Unterschriftenprüfung und den Unterschriftenvergleich bis hin zur Anknüpfung dieser Komponenten an Dokumentenmanagement-Systeme.

Abgesicherte elektronische Dokumente: das Portfolio von Signotec reicht von der elektronischen Signatur, über die visuelle und digitale Unterschriftenprüfung bis hin zu Signaturpads.

Messe-Highlights sind das Unterschriftenpads signotec Zeta sowie die Signpads signotec Sigma, signotec Omega, signotec Gamma und signotec Delta. Die selbstentwickelte Software zeichnet sich laut Hersteller durch ein hohes Know-how im Bereich der biometrischen Unterschriftenverarbeitung und von digitalen Signaturen aus. Das Portfolio umfasst signoSign/2, eine Lösung für die eigenhändige Unterschrift zur Signatur von PDF-Dokumenten und reicht über mobile Anwendungen bis hin zur Integration dieser Komponenten in Applikationen für das Enterprise Content Management. Neben den beiden Allroundern signoSign/2 und signoSign/Universal bietet signotec auch individuelle Lösungen nach kundenspezifischen Anforderungen.

Digitale Projektakten für Bauunternehmer

Der niedersächsische IT-Dienstleister smartPS präsentiert in Halle 7, Stand C28 seine Branchenlösungen für Bauunternehmen auf Basis der Content-Management-Lösung enaio des Berliner Softwarehauses Optimal Systems.

Neben den digitalen Bau- und Projektakten, die in der Verwaltung und auf der Baustelle Zeit- und Kosten sparen, stellt smartPS eine neue Version ihres Rechnungseditors vor, der für die Bearbeitung von Baurechnungen optimiert wurde. Die Lösung führt den Benutzer schrittweise durch die Bearbeitung einer Baurechnung und gibt bei Bedarf Hilfestellungen. Sie ermöglicht Korrekturen in Mengen- und Einzelpreisen, zieht Abzüge für Sicherheitseinbehalte ab berechnet anschließend die Summen neu. Ein Rechnungsblatt dokumentiert fortlaufend die Ergebnisse.

Der Rechnungseditors von SmartPS führt Anwender schrittweise durch die Bearbeitung einer Baurechnung. Möglich sind dabei Korrekturen in Mengen- und Einzelpreisen sowie Abzüge für Sicherheitseinbehalte.

Damit Bauleiter, Poliere und Sachverständige den Überblick über das Baugeschehen behalten, bedarf es einer Lösung, die sämtliche Prozesse klar und strukturiert abbildet. Die Ablage und Suche nach bauprojektrelevanten Dokumenten sollte möglichst einfach erfolgen. smartPS zeigt, wie sich mit digitalen Bau- und Prozessakten das Geschehen auf der Baustelle dokumentieren lässt. Vertragsdokumente, Brief- und E-Mail-Korrespondenzen, Zeichnungen, Fotos und sogar Rechnungen erhalten einen logischen Ablageort und werden miteinander vernetzt. Möglich sind zudem weitere Dokumentenmanagement-Funktionen wie beispielsweise Posteingang, Rechnungseingang und Wiedervorlage.

Dokumente steuern Geschäftsabläufe

Im Fokus des Ausstellungsprogramms von Windream in Halle 7, Stand C 24 stehen die siebte Generation des Dokumentenmanagement-Systems windream sowie Lösungen, mit denen Unternehmen typische Geschäftsabläufe digital abbilden. Dazu zählt zum Beispiel eine vollautomatische Rechnungseingangsverarbeitung, eine Lösung zur Lenkung prozessbegleitender, geschäftsrelevanter Dokumente, eine effiziente, revisionssichere und rechtskonforme E-Mail-Archivierungslösung sowie Werkzeuge zur elektronischen Erfassung, Verwaltung und Archivierung von Dokumenten jeglicher Art.

Die Enterprise-Content-Management-Plattform windream Genky ist auch auf dem Smartphone verfügbar.

windream kommt in der Standard Edition bei kleineren und mittelständischen Unternehmen zum Einsatz, während Großunternehmen zur Business Edition greifen. Zu den Integrationen in Produkten von Drittherstellern zählen Anbindungen an ERP, Warenwirtschafts- und Finanzbuchhaltungssysteme ebenso wie Integrationen in Knowledge-Management-, Groupware- und Imaging/Data-Capturing-Lösungen sowie in verschiedenste branchenspezifische Anwendungen.

Auch Windream-Partner präsentieren ihr Produktportfolio, etwa die ComputerLine GmbH aus Frankfurt am Main mit einer CRM-Integration in die Kundenmanagement-Lösung cobra, die MEGA Software GmbH aus Dortmund mit einer ERP-Lösung und die One Click Solutions GmbH aus dem bayerischen Bachhagel mit Posteingangslösungen. Jürgen Frisch

 

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