BranchenSoftware und Technologie

Software-Roboter nutzen jetzt Machine Learning

Kofax hat seine Plattform für Robotic Process Automation zum Aufbau einer Digital Workforce in Unternehmen erweitert. Die Lösung nutzt Künstliche Intelligenz und lernt anhand der Interaktionen mit den Nutzern.

Kofax RPA

Funktionsausbau: Kofax, Anbieter von Software für die Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen, hat seine Lösung für Robotic Process Automation erweitert. Kofax RPA nutzt nun Künstliche Intelligenz und Machine Learning.

Kofax RPA unterstützt das Erstellen und das Management von Software-Robotern. Die Lösung lässt sich laut Unternehmensaussage an individuelle Anforderungen anpassen. Dank der ergänzenden Komponenten innerhalb der Intelligent Automation-Plattform sollen sich die Software-Roboter schnell und kostengünstig planen, einzusetzen und managen lassen. Zum Einsatz kommen dabei folgende Komponenten:

  • Cognitive Document Automation
    Im Rahmen der Prozessautomatisierung ist es oft schwierig, Datensätze innerhalb eines Prozesses – etwa in der Buchhaltung – zu erkennen. So bekommen Unternehmen beispielsweise Rechnungen von vielen Lieferanten über unterschiedliche Kanäle und in verschiedenen Formaten. Kofax RPA verarbeitet unstrukturierte Inhalte mittels Cognitive Document Automation. Diese Technologie bündelt Künstliche Intelligenz, Optical Character Recognition, Machine Learning sowie Natural Language Processing. Auf Basis der erfassten Informationen erkennt das System, ob es sich um eine Rechnung oder eine Beschwerde handelt.
  • Process Discovery
    In vielen Prozessen sind zwar Schritte definiert, aber nicht die Reihenfolge, in der sie ablaufen sollen. Die aktuelle Version von Kofax RPA enthält Process Discovery-Funktionen, mit denen sich die menschliche Interaktion mit der Client-Anwendung über den Desktop des Benutzers nachverfolgen lässt. So sollen Unternehmen manuell auszuführende Aufgaben identifizieren, verstehen und automatisieren können.
  • Lifecycle Management
    Manche Unternehmen setzen Hunderte oder gar Tausende Software-Roboter ein. Da diese mit unterschiedlichen Anwendungen interagieren, kann die Aktualisierung einer Komponente dazu führen, dass ein Bot nicht mehr funktioniert. Kofax RPA geht dieses Problem durch eine unternehmensweite Roboter-Revisionskontrolle und ein Bereitstellungsmanagement an. Laut Anbieter lässt sich jederzeit nachvollziehen, welcher Mitarbeiter Veränderungen an einem Bot vorgenommen hat. Bei Problemen können Unternehmen zudem auf die vorherige Version zurückgreifen.

Von Fertigung, Handel und Transport bis hin zu Behörden

Derzeit sind Software-Roboter weltweit bei mehr als 650 Unternehmenskunden sowie Shared Service Centern im Einsatz. Die Funktionalitäten der Kofax Intelligent Automation kommen beispielsweise bei Banken, Versicherungen, in der Fertigungsindustrie, im Einzelhandel, in der Logistik, in Behörden und in anderen vertikalen Märkten zum Einsatz.

„Die Early Adopter von Robotic Process Automation haben die Vorteile erkannt, die entstehen, wenn sich die Rolle des Menschen von der des ‚Datensammlers‘ zum ‚Datennutzer’ wandelt“, erklärt Reynolds C. Bish, Chief Executive Officer von Kofax. „Die Pilotkunden wollen nun ihren digitalen Mitarbeiterstamm auf das gesamte Unternehmen ausweiten. Die aktuelle Version von Kofax RPA unterstützt genau das.“

Ein Software-Roboter entsteht in einem Monat

Zwei Beispiele aus der Praxis zeigen den Nutzen dieser Variante der Automatisierung auf: „Dank Kofax RPA haben wir jetzt eine Digital Workforce, die wiederkehrende Aufgaben ausführt“, berichtet Bart Groenewoud, IT Delivery & Solution Architekt bei der Rabobank. „Die Automatisierung entlastet menschliche Mitarbeiter von repetitiven Aufgaben, sodass diese sich auf höherwertige Aufgaben konzentrieren können.“ Das führe zu zufriedeneren Mitarbeitern und steigere den Kundennutzen. „Viele der Bots haben wir in nur einem Monat erstellt und implementiert“, berichtet Groenewoud. „Wir haben die Prozesse verschlankt und optimiert, um die Durchlaufzeiten zu verkürzen. So sparen wir Tausende von Stunden ein.“

Der Next-Day-Carrier PITT OHIO routet täglich Hunderte von Sendungen für spezielle Managed Accounts in seinem Geschäftsbuch. Mit Kofax RPA hat das Unternehmen diesen Prozess – einschließlich des Datenflusses zwischen den Systemen –vollständig automatisiert und manuelle Abläufe reduziert. „Kofax RPA spart die Kosten für routinemäßige B2B-Portal-Updates ein und eliminiert Übertragungsfehler“, berichtet Darren Klaum, Director Business Systems bei PITT OHIO. „Durch den Wegfall manueller Eingaben von Daten in Web-Portale haben unsere Kundendienstmitarbeiter mehr Zeit für andere Aufgaben.“

Anlässlich der Produkteinführung bietet Kofax Unternehmen eine kostenlose zwölfmonatige Testphase für Kofax RPA. Damit lässt sich die Lösung risikofrei erproben. Jürgen Frisch

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