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Machine Learning unterstützt Omni-Channel-Modehändler

Bestandsoptimierung, Verbesserung der Nachfrage- und Lieferplanung, Steigerung der Fabrikeffizienz und Beschleunigung der Produkt-Roll-Outs mit Machine Learning – das verspricht der Standardsoftwerker Infor Modehändlern, die seine Branchenlösungen nutzen.

omnichannel modehändlerMode im Blick: Infor, Anbieter branchenspezifischer Business-Software (ERP/Enterprise Resource Planning) in der Cloud, hat Lösungen vorgestellt, mit denen Omni-Channel-Einzelhändler und Modemarken ihre Bestände optimieren, die Nachfrage- und Lieferplanung verbessern, die Effizienz ihrer Produktion steigern und ihre Mode schneller auf den Markt bringen können.

Zu den Branchenpaketen zählen Infor Retail Allocation und Infor Omni-Channel Planning for Brands, Infor CloudSuite PLM for Fashion sowie Infor Nexus RFID Scan & Pack. Die Lösungen sind sofort erhältlich.

Machine Learning optimiert die Warenpräsentation

Mit Infor Retail Allocation finden die Modehändler laut Herstelleraussage heraus, wo sie Warenbestände am besten positionieren, um die Anzahl an Vollpreis-Verkäufen zu maximieren und gleichzeitig schriftliche Aufzeichnungen und die daraus resultierenden Abfälle zu minimieren.

Die Lösung unterstütze sämtliche Bedarfsarten und Knotenpunkte, einschließlich Lieferanten, Distributionszentren und Filialen. Einzelhändlern könnten damit einen zeitlichen Zuteilungsplan von der Einführung bis zur Freigabe erstellen, um die Lebenszyklus-Marge für jedes Produkt zu optimieren.

Infor Retail Allocation ist laut Anbieter eine der ersten Allokationslösungen für die Branche, die auf Machine Learning basiert – und ebenso eine der ersten, die es Einzelhändlern ermöglicht, ihre Distributionszentren zu beliefern und die Zuteilung an ihre jeweiligen Filialen in einem einzigen Prozess durchzuführen.

Nachfrage- und Angebotsplanung in einem Produkt

Die Branchenlösung Infor Omni-Channel Planning for Brands nutzt Machine Learning für die Nachfrage- und Angebotsplanung. Dies unterstütze Modemarken dabei, ihre Direct-to-Consumer-Kanäle neben ihren bestehenden Großhandelsgeschäften in einer einzigen Lösung zu verwalten, die für beide Arten von Nachfrage konzipiert ist.

Mit Infor Omni-Channel Planning for Brands müssten Mode- und Lifestyle-Marken nicht mehr zwischen zwei verschiedene Tools wählen oder einen Vertriebspartner zwingen, eine Lösung zu verwenden, die sich eigentlich besser für einen anderen Kanal eigne. Die Software unterstütze die Bedarfsplanung für Großhandels- und Einzelhandelskanäle, die Angebotsplanung zur Konsolidierung der Nachfrage, die Zuweisung nach Kanal, Konto und Geschäft, die stücklistengesteuerte Komponentenplanung und das Management von Mindestbestellmengen. Darüber hinaus sei sie in das Supply-Chain-Netzwerk von Infor Nexus integriert und ermögliche darüber die Zusammenarbeit mit Komponentenlieferanten, Fabriken und nachgelagerten Großhandelskunden.

Für die Nachfrage- und Angebotsplanung nutzt Infor Omni-Channel Planning Machine Learning. Hersteller könnten damit Pläne erstellen, die sowohl den Groß- als auch den Einzelhandelskanal ansprechen, und die ihnen helfen, Abfälle, die Anzahl schriftlicher Aufzeichnungen und den mit der Planung verbundenen Arbeitsaufwand zu reduzieren.

Partner greifen auf Daten der Kollektion zu

Infor CloudSuite PLM for Fashion soll Modedesignern dabei helfen, ihre Produkte und Kollektionen schnell und strukturiert auf den Markt zu bringen. Die Lösung biete eine vertrauenswürdige zentrale Datenquelle, und Modemarken könnten die Daten einer Kollektion für die nächste wiederverwenden.

Die Benutzeroberfläche mit Drag-and-Drop-Funktionen helfe den Anwendern dabei, die Informationen zu verwalten. Darüber hinaus erleichtere Infor CloudSuite PLM for Fashion eine enge Zusammenarbeit mit Partnern. Die Software ermögliche einen eingeschränkten Zugriff auf das System, um Informationen wie Technologiepakete und Feedback zu Mustern einzusehen.

RFID-Scans steuern Verpackung und Logistik

Die Lösung Infor Nexus RFID Scan & Pack unterstütze Einzelhändler und Modemarken, dabei RFID-Etiketten im Verpackungsprozess der Fabrik einzusetzen, um den Lieferinhalt zu prüfen und die Effizienz der Fabrik zu verbessern. EPC-Daten (Electronic Product Code) würden erfasst und verifiziert, doppelte und nicht mehr genutzte Tags erkannt und ein Liefernachweis auf Artikelebene erstellt, ohne dass jedes Kleidungsstück physisch behandelt werden müsse.

Die Software ist in die Factory-Management-Produktsuite von Infor Nexus eingebettet, die die Kommunikation und Durchsetzung von Anforderungen an die Kartonverpackung und -kennzeichnung sowie die automatische Generierung von konformen Kartonetiketten und Advanced Shipping Notices ermöglicht. Das RFID-Scanning unterstütze die Hersteller mit Scans auf Artikelebene und so die Verpackungsabläufe. Infor Nexus Supply Chain Traceability nutze die elektronischen Produktcodes, um Initiativen zum Schutz einer Marke abzubilden.

Datenbasierte Entscheidungen für die Modebranche

„Einzelhändler, die ihre Kosten nicht durch Optimierung der Produktplanung, -erstellung und -bewegung entlang der Lieferkette minimieren, sind künftig nicht erfolgreich“, erläutert Jordan K. Speer, Research Manager, Global Supply Chain, bei IDC. „Selbstoptimierung erfordert die Fähigkeit, so marktnah wie möglich zu entwerfen, zu bemustern und zu produzieren und Bestände sowohl für den Laden- als auch für den E-Commerce-Betrieb so schnell und effizient wie möglich zu bewegen.“

Dies erfordere eine einheitliche Sicht auf den Bestand und darüber hinaus die Fähigkeit, Bestellungen von jedem beliebigen Standort zu erfüllen. „Ohne einheitliche IT-Systeme, ohne die Transparenz über eine einzige Datenversion, ohne Einsicht in diese Daten und die Fähigkeit, datengesteuert intelligente Entscheidungen zu treffen, erleiden Einzelhändler bald Wettbewerbsnachteile“, warnt Speer. Jürgen Frisch


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