RatgeberSoftware und Technologie

IT-Governance wird zum Treiber der Digitalisierung

Führung, Organisationsstrukturen und Prozesse müssen sicherstellen, dass IT die Unternehmensziele unterstützt. So lautet das Credo von sieben Interims-Managern. In einem Fachbuch geben sie Tipps für den Business-Umbau.

digitale TransformationKleine und mittlere Unternehmen können nur dann von der Digitalisierung profitieren, wenn sie die Prozesse, die zu einem Produkt gehören, zu Ende denken – von der Bestellung über die Produktion und Logistik bis hin zur Entsorgung. IT spielt dabei eine zentrale Rolle. Beim Start eines Digitalisierungsprojekts in der IT tritt allerdings eine Reihe von Unterschieden auf, wenn man den Vorgang etwa mit der Produktentwicklung vergleicht, weiß Ludger Wiedemeier, der als Interim Manager und IT-Projektleiter immer dann gerufen wird, wenn es in Unternehmen zu IT-Problemen kommt. In Digital Insights – Digitalisierung: 7 Sichtweisen aus der Praxis widmet sich der IT-Allrounder dem Thema IT-Governance und stellt diejenigen Sektoren vor, bei denen aus regulatorischer Sicht der größte Handlungsbedarf besteht.


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„IT-Governance besteht aus Führung, Organisationsstrukturen und Prozessen, die sicherstellen, dass die IT die Unternehmensstrategie und -ziele unterstützt. Unter IT wird in diesem Zusammenhang die gesamte Infrastruktur verstanden, aber auch die Fähigkeiten und die Organisation, die die IT unterstützen und begründen“, erläutert Wiedemeier, der sich branchenübergreifend einen Namen als IT-Krisenmanager gemacht hat. „IT-Governance liegt in der Verantwortung des Vorstands und des Managements und ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung.“ Sie spiele sich nicht in der IT-Organisation ab, sondern außerhalb. „Sowohl Mittelständler als auch Konzerne, die Unternehmensteile verkauft oder andere Unternehmen übernommen haben, beherbergen als Folge häufig einen ganzen Zoo an unterschiedlichen IT-Lösungen im Haus, die untereinander kaum oder gar nicht kompatibel sind“, weiß der Experte. In solchen Umgebungen lebe die IT – wie viele andere Unterstützungsprozesse auch – in einem Spannungsfeld, das sich dadurch auszeichne, dass die IT meist dezentrale Kernprozesse der verschiedenen Geschäftsfelder, Produkte oder Dienstleistungen unterstützen, andererseits aber auch eine zentrale Informationsdrehscheibe bereitstellen müsse, die alle Geschäftseinheiten und deren Daten eng miteinander verbindet.

IT-Strategie aus Sicht der Führungsprozesse verstehen

Hauptziel der IT-Governance sei es, die Anforderungen an die IT sowie die strategische Bedeutung von IT aus Sicht der Kern- und Führungsprozesse im Unternehmen zu verstehen, um den optimalen Betrieb zur Erreichung der Unternehmensziele sicherzustellen und Strategien für die zukünftige Erweiterung des Geschäftsbetriebes zu schaffen. „Der Vorstand und das Management haben damit die Aufgabe, die Erwartungen an die IT zu formulieren und die IT gleichzeitig so auszustatten, dass sie die Erwartungen auch erfüllen kann. Denn nur so können die Risiken des Geschäfts entschärft werden“, hebt Ludger Wiedemeier hervor.

In „Digital Insights – Digitalisierung: 7 Sichtweisen aus der Praxis“ berichten sieben erfolgreiche Interim Manager aus der Praxis. Sie beleuchten Megatrends und technische Innovationen, sprechen unternehmerische, prozessuale, ethische, gesellschaftliche und globale Fragen genauso an wie das Verhältnis von Führungskräften und Mitarbeitern. Die sieben Autoren kommen aus unterschiedlichen Branchen und Fachbereichen und tragen in „Digital Insights“ ihr gesamtes Fachwissen zusammen, machen es nutzbar für kleine und mittlere Betriebe. Das Buch versteht sich als Praxisleitfaden, und vermittelt Denkanstöße sowie handfeste Tipps. Der Wert des Werkes liegt in der interdisziplinären Zusammensetzung des Autorenkreises und in der leicht verständlichen Vermittlung der Botschaften. Das Buch ist kein technologisches Kauderwelsch, sondern bietet konkrete Unterstützung für die ersten Schritte im Unternehmen.

7 Interims-Manager geben Praxis-Tipps

Die Autoren Elmar M. Gorich (Business 2030: die Geschäftsmodelle der Zukunft), Mathias Hess (Von IT bis Change Management – der menschliche Faktor der Digitalisierung), Matthias Koppe (Digitalisierung ist Vernetzung), Eberhard Müller (Wettbewerbsfähig durch kundenfokussierte Mehrwertsysteme), Uwe Seidel (Alles andere als Standard: Digitalisierung braucht eine klare Strategie), Bettina Vier (Jongleur-Arbeit: Kundenzentrierung in der B2B-Beziehung) und Ludger Wiedemeier (Governance und Transformation) reden Klartext und zeichnen ein realistisches Bild von den Chancen und Möglichkeiten, aber auch von den Herausforderungen und Risiken. Sie gewähren Einblicke aus der harten Praxis dutzender Projekte in mittelständischen Unternehmen und internationalen Konzernen und betrachten das Thema Digitalisierung aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Alle Autoren sind Mitglied der „Arbeitsgruppe Digitalisierung und Industrie 4.0“ der Dachgesellschaft Deutsches Interim Management und zählen in ihrem Fachgebiet zu anerkannten Experten.

Das Buch richtet sich an Entscheider in der Wirtschaft, an Geschäftsführer, Manager und Projektverantwortliche, die digitale Prozesse in Unternehmen umsetzen möchten, um sich langfristig einen Spitzenplatz in ihrer jeweiligen Branche zu sichern. Die Autoren sind allesamt Interim Manager und begegnen damit dem Leser auf Augenhöhe. Sie kennen die Praxis, kommen aus der Industrie, der Produktion und Fertigung, der IT und dem Handel. Sie vereinen volks- und betriebswirtschaftliches Wissen, technologisches Know-how, Kenntnisse aus der Informations- und Datentechnik, dem Marketing, dem Vertrieb, dem Einkauf, dem Supply Chain Management, dem Change-Management, der Logistik, der Prozessoptimierung und dem Projektmanagement sowie die großen strategischen Fragen, die sich verantwortungsbewusste Geschäftsführer und CEOs stellen müssen, wenn sie Millionen Euro in Zukunftsprojekte investieren.

Digitalisierung verändert Unternehmen und Geschäftsprozesse

Wer „Digital Insights – Digitalisierung: 7 Sichtweisen aus der Praxis“ gelesen hat, versteht, dass es bei weitem nicht reicht, einzelne Prozesse zu betrachten und digitale Inseln zu schaffen. Digitalisierung verändert ganze Geschäftsmodelle und Unternehmen, Produkte und die Arbeitswelt. Wer erkennt, was es bedeutet, wenn Maschinen des einen Unternehmens mit den Maschinen eines anderen Unternehmens autonom kommunizieren und komplexe Wertschöpfungsketten zwischen Lieferanten, Entwicklung, Fertigungs- und Verwaltungsprozessen, der Logistik, dem Vertrieb und dem Kunden selbstständig steuern, der bekommt eine Ahnung davon, was Digitalisierung wirklich bedeutet. Dabei wird klar, dass Industrie 4.0, Künstliche Intelligenz, Automatisierung und Robotisierung nur Trendbegriffe sind – und zwar solange, bis sie im eigenen Unternehmensalltag ankommen. Erst, wenn alles mit allem in Verbindung steht, Unternehmensgrenzen verschwinden und selbstdefinierte Standards nicht mehr ausreichen, dann leben wir in einer digitalen Welt.

Ludger Wiedemeier ist IT-Spezialist und Interim Manager. Als Buchautor verdichtet er die Praxiserfahrungen von sich und seinen Kollegen zu Erfolgstipps in Sachen Digitalisierung.

Das Buch soll dabei helfen, Digitalisierung ganzheitlich zu begreifen und die richtigen Weichen für das eigene Unternehmen zu stellen. Es beginnt mit den richtigen Entscheidungen, die es jetzt für die digitale Zukunft zu treffen gilt. „Digital Insights – Digitalisierung: 7 Sichtweisen aus der Praxis“ ist im Best Practice Verlag erschienen und kostet 39,90 Euro. Jürgen Frisch

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