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Intelligente Mobilgeräte erfassen die Arbeitszeit

Nach einem EuGH-Urteil vom Mai 2019 müssen Unternehmen, Arbeitszeiten und Pausen ihrer Angestellten künftig systematisch erfassen. Der Standardsoftwerker IFS empfiehlt dafür Mobilgeräte mit künstlicher Intelligenz.

ArbeitszeiterfassungDer Europäische Gerichtshof (EuGH) zwingt die Mitgliedsstaaten der EU, dass sie nationale Gesetze erlassen, die das Aufzeichnen der Arbeitszeit vorschreiben. Nur so lasse sich nach Ansicht der Richter überprüfen, ob in einem Unternehmen die Arbeitszeiten sowie die täglichen und wöchentlichen Ruhezeiten eingehalten werden.

Kommen die Angestellten morgens in die Fabrik oder das Büro, gehen abends wieder nach Hause und verlassen ihren Arbeitsplatz dazwischen für eine Mittagspause, ist die Zeiterfassung einfach. Mitarbeiter melden sich über Business-Software an- und ab, und das Unternehmen zeichnet darüber die Arbeits- und Ruhezeiten auf.

Komplizierter wird es oft in der modernen Arbeitswelt. So beantworten viele Mitarbeiter ihre beruflichen E-Mails im Urlaub am Strand oder nehmen mitten in der Nacht den Anruf eines wichtigen Geschäftspartners aus Übersee entgegen. Wenn sie am Wochenende einen kreativen Einfall für ein aktuelles Projekt haben, wollen sie diesen gleich in die Tat umsetzen.

Auf Zettelwirtschaft oder aufwändige und fehlerbehaftete Nacherfassungen sollten sich Unternehmen in solchen Fällen nicht verlassen. Der Standardsoftwerker IFS gibt fünf Tipps, wie sich mit IT das Urteil des EuGH mit wenig Aufwand umsetzen lässt.

  1. Mobilgeräte schaffen die Basis

    Zuhause oder im Urlaub verfügen die Mitarbeiter nur selten über einen Zugang zum Unternehmensnetzwerk und unter Umständen auch nicht über einen Internetzugang. Dann können Mobilgeräte die Arbeitszeiten aufzeichnen und die Werte an die Unternehmenssysteme übertragen, sobald wieder eine Verbindung dorthin besteht.

  2. Mobile Apps erfassen die Daten

    Die einfachste Möglichkeit zum Erfassen der Arbeitszeiten und gegebenenfalls Pausen durch die Mitarbeiter bieten mobile Apps der Zeiterfassungssysteme. Dort melden sich die Mitarbeiter an- beziehungsweise ab, wenn sie E-Mails beantworten oder zu Hause an einem Projekt arbeiten.

  3. Digitale Assistenten erleichtern die Eingabe

    Weiter vereinfachen lässt sich die Zeiterfassung, wenn sich die mobilen Apps durch digitale Assistenten wie Siri oder Alexa bedienen lassen. Dann können die Mitarbeiter die Zeitaufzeichnung per Sprachbefehl starten und beenden.

  4. Künstliche Intelligenz automatisiert Abläufe

    Im Falle von beruflichen Telefonaten außerhalb der eigentlichen Arbeitszeiten lässt sich die Zeiterfassung durch intelligente Algorithmen automatisieren. Diese erkennen anhand der Telefonnummer in Kombination mit einer Analyse der Schlüsselwörter des Gesprächs, ob es sich um ein berufliches Telefonat handelt und zeichnen seine Dauer automatisch auf.

  5. Sensoren liefern Telemetriedaten

    Arbeitszeiten bei auswärtigen Terminen lassen sich die über Telemetrie-Daten von Smartphones oder auch von Connected Cars erfassen. Hierbei liefern Sensoren die Werte für die Fahrzeiten von Service-Technikern oder Vertriebsmitarbeitern.

„Die technologischen Möglichkeiten, um das Zeiterfassungsurteil des Europäischen Gerichtshofs unkompliziert umzusetzen, sind längst vorhanden“, berichtet Steve Treagust, Global Industry Director for Finance, HCM & Strategy bei IFS. „Unternehmen sollten nun gemeinsam mit ihren IT-Partnern die Prozesse zur Erfassung, zum Reporting und zur Kontrolle der relevanten Daten erarbeiten und umsetzen.“ Jürgen Frisch

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