ERP

ERP-Trends 2020: Design, Funktion und Nutzen

Schnellen Datenzugriff und vorausschauende Assistenten betrachtet der Standardsoftwerker Godesys als Software-Trends für 2020. Cloud-Lösungen und mobile Apps würden stark nachgefragt. Künstliche Intelligenz sei bislang oft nur Marketing.

Mensch und Maschine: „Zukunftsorientierte ERP-Systeme verbinden Design, Funktionalität und Nutzen“, berichtet Godelef Kühl, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Godesys AG. „Fortschrittliche Software nimmt dem Nutzer Arbeit ab, indem sie ihn gezielt unterstützt.“ IT-Systeme, die mit- und vorausdenken, betrachtet Kühl als einen von vier Trends des kommenden Jahres.

1. Kundenspezifische Personalisierung

Unabhängig von Trendthemen wie Cloud und Mobility forderten Unternehmen künftig skalierbare und individuell erweiterbare ERP-Lösungen (Enterprise Resource Planning), um für aktuelle und künftige Herausforderungen gewappnet zu sein. Eine zentrale Rolle in der Entwicklung spiele zudem die kundenspezifische Personalisierung.

2. Mobile Datenerfassung erleichtert die Arbeit

Anwender im Außendienst seien auf einen schnellen und effizienten Datenzugriff angewiesen. Godesys adressiere diesen Bedarf mit der Mobile Order App, über die Vertriebsmitarbeiter Aufträge beim Kunden vor Ort erfassen und an die Zentrale schicken könnten. Produkte ließen sich per Barcode-Scan oder manuell aufnehmen. Zudem zeige die App die kundenindividuellen Preiskonditionen an.

3. Künstliche Intelligenz und Deep Learning sind bislang Visionen

Beim Thema Künstliche Intelligenz bestünden noch viele Unsicherheiten darüber, was die Technologie genau beinhalte. Kühl rät Unternehmen, den Hype kritisch zu hinterfragen. Vielerorts würden Standardlösungen für das Marketing mit dem Label Künstliche Intelligenz versehen. Mit Technologien wie etwa Deep Learning, das sich beispielsweise in Sprach-, Verhaltens- oder Gesichtserkennung finde, habe das nichts zu tun. Die Datenverarbeitung in Unternehmen sei noch nicht leistungsfähig genug, um Verhaltensmuster effektiv zu analysieren. Da Unternehmen zudem ihre Kunden- oder Produktdaten noch nicht ausreichend strukturiert hätten, könne Deep Learning, sein Potenzial aktuell nicht entfalten.

4. Sprachverarbeitung, Routenplanung und sichere Datenbanken

Ehe sich Künstliche Intelligenz sinnvoll einsetzen lässt, sind laut Kühl neue Ansätze der Datenverarbeitung notwendig. Konkrete Beispiele, wie sich ein ERP-System künftig erweitern lasse, seien Routenplanung oder Sprachintelligenz. Hierfür müssten allerdings die Analytics-Module in der Leistung zulegen. Um die Entwicklung aktiv mitzugestalten, beteilige sich Godesys an einem Studienprojekt der Universität Würzburg, wo Maschine Learning Sicherheitsvorfälle in ERP-Datenbanken aufdecken soll. Jürgen Frisch


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