BranchenHandel

Digitalkompetenz als wichtigstes Ziel im Einzelhandel

Was die wichtigsten Ziele des Einzelhandels bei der Digitalisierung der Ladengeschäfte sind und welche IT-Lösungen sich dabei als besonders hilfreich erwiesen haben, zeigt eine internationale Studie unter 700 IT-Entscheidern aus dem Einzelhandel.

EinzelhandelFast die Hälfte der Befragten (49 Prozent) möchte ihr Personal fit für die digitale Zukunft machen, zum Beispiel durch Schulungen zu neuen Technologien. Besonders die deutschen Studienteilnehmer legen sehr großen Wert auf die Digitalkompetenz der Mitarbeiter und nannten diesen Punkt im Vergleich am häufigsten. Wichtige Investitionen in die IT, wie etwa die Aufstockung von IT-Teams, landen als Ziel auf Platz 2 (45 Prozent). Die Implementierung oder Verbesserung einer Omni-Channel-Strategie wird an dritter Stelle (41 Prozent) genannt.


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Einzelhandel digitalisiert auf breiter Ebene

Dass sich der Einzelhandel für das digitale Zeitalter wappnet, um das Einkaufserlebnis mit digitalen Services zu verbessern, belegt die Studie von Jamf eindrucksvoll: 99,7 Prozent der befragten IT-Entscheider führen aktuell in ihren Ladengeschäften Digitalisierungsmaßnahmen durch oder planen solche. Die fünf meistgenannten Maßnahmen sind:

  1. Das digitale und visuelle Kundenerlebnis verbessern (59 Prozent)
  2. Alle Technologie- und IT-Systeme einheitlich ausrichten (53 Prozent)
  3. Lieferservices und Rückgabeprozess verbessern (49 Prozent)
  4. Digitale Konsistenz: Alle Geschäfte mit den gleichen Gerätetypen ausstatten (45 Prozent)
  5. Arbeiten und Prozesse im Backend verbessern (43 Prozent)

Die Studienteilnehmer wurden zudem gefragt, welche laut ihrer Einschätzung die größten Treiber für die Digitalisierung im Einzelhandel sind. Hier wurde „gesteigerte Effizienz und Produktivität“ am häufigsten genannt (54 Prozent). Als zweitgrößter Motivator gilt die Steigerung des Umsatzes (48 Prozent). Auf Platz drei wurden in gleicher Häufigkeit „Verbesserung des Kundenerlebnisses“ und „Schnellere und reibungslosere Verkaufsabwicklung“ genannt (jeweils 47 Prozent).

Vorteile von Mobile Device Management sind evident

Auch wenn es um die effiziente Verwaltung von Mobilgeräten geht, gilt im Einzelhandel „digital first“: Neun von zehn Befragten (91 Prozent) stimmen der Aussage zu, dass ihre Ladengeschäfte von einer Mobile Device Management (MDM)-Lösung profitieren würden. Der am häufigsten genannte Vorteil von MDM-Lösungen ist die Fähigkeit, die Geräte für bestimmte Anwendungsfälle, zum Beispiel für den Point of Sale, zu konfigurieren (45 Prozent). An zweiter Stelle wurde genannt, dass sich durch MDM-Lösungen die Benutzerfreundlichkeit mobiler Geräte für Kunden und Mitarbeiter erhöht (44 Prozent). Die Möglichkeit, Mitarbeitergeräte zu personalisieren, wird als dritthäufigster Vorteil geschätzt (42 Prozent).
Wie in vielen IT-Bereichen geht auch beim Gerätemanagement der Trend eindeutig hin zur Konsolidierung: Aktuell nutzen 48 Prozent der Befragten mehr als eine MDM-Lösung. 89 Prozent von ihnen geben an, dass sie künftig gerne mit nur einer einzigen Lösung arbeiten würden.

Blick in die digitale Zukunft

Auf die Frage, wie sie sich ihre Ladengeschäfte in drei bis fünf Jahren vorstellen, prognostizieren insbesondere die deutschen Studienteilnehmer ein schnelleres und nahtloses Bezahlverfahren sowie mehr Interaktionen mit kundeneigenen Mobilgeräten. Unter der Gesamtheit der Befragten herrscht Konsens darüber, dass Technologien künftig nahtloser genutzt werden können. Eine gute Nachricht gibt es ferner für Angestellte im Einzelhandel: Den Trend „Mehr Technologie, weniger Personal“ sehen die Studienteilnehmer in Zukunft am wenigsten verwirklicht.

Vor allem die Studienteilnehmer aus Deutschland sehen Interaktionen mit kundeneigenen Mobilgeräten als Zukunftstrend im Einzelhandel.

Der Studienreport „Mobile Retail Trends 2019“ steht als PDF zum Download bereit.

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