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Digital Roadmap navigiert durch Digitalisierungs-Risiken

90 Prozent der Unternehmensverantwortlichen in Deutschland sehen laut einer aktuellen Bitkom-Studie Chancen durch die Digitale-Transformation. Die meisten der Befragten gehen davon aus, dass diese Geschäftsmodelle der Unternehmen verändern wird – nur nicht ihr eigenes. Eine riskante Einschätzung, findet das auf Business Transformation spezialisierte Beratungshaus Trovarit.

NEUE KUNDEN, steigende Umsätze, wachsender Wohlstand: Sowohl die Wirtschaft als auch die Verbraucher sehen derzeit deutlich mehr Chancen als Risiken durch die Digitale-Transformation. Das ist das Ergebnis einer auf der CeBIT vorgestellten repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Die Kehrseite der Medaille: 80 Prozent der Befragten sind der Meinung, wenn sich Unternehmen der Digitalisierung verweigerten, würden sie untergehen. Aber Unternehmensverantwortliche sehen die Digitalisierung dennoch positiv. 9 von 10 Geschäftsführern und Vorständen (90 Prozent) in Unternehmen ab 20 Mitarbeitern sagen, dass die Digitalisierung für das eigene Unternehmen eher Chancen biete, nur 7 Prozent sehen sie vor allem als Risiko. Grundlage der Angaben sind zwei Umfragen, die Bitkom Research durchgeführt hat. Dabei wurden zum einen 504 Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder von Unternehmen ab 20 Mitarbeitern befragt. Zum anderen wurden 1.010 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt.


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Fremd- und Eigenwahrnehmung klaffen auseinander

Die Fremdwahrnehmung und die Eigenwahrnehmung klafft bei den Befragten aber deutlich auseinander: 64 Prozent glauben, das die Digitalisierung das Geschäftsmodell der Unternehmen in Deutschland verändert. Aber nur 13 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Digitalisierung das Geschäftsmodell ihres Unternehmens verändert.

Eine gefährliche Einschätzung, wie viele Beispiele belegen. Digitale Plattformen wie amazon, zalando, Uber oder Netflix demonstrieren das eindrucksvoll. Das Studienergebnis lässt da laut Bitkom-Präsident Thorsten Dirks keinen Interpretationsspielraum: „Verweigern sich Unternehmen der Digitalisierung, gehen sie unter.“ Immerhin 80 Prozent der Studienteilnehmer sind dieser Meinung.

Digtial Roadmap macht Digitalisierung planbar(er)

Dieser Einschätzung schließlich sich auch Peter Treutlein, Business-Transformation-Spezialist der Trovarit AG, an: „Unternehmensverantwortliche müssen sich mit der Digitalisierung auseinandersetzen.“ Und auch der Trovarit-Vorstand führt dafür ein Beispiel der disruptiven Digitalen-Transformation an. So könnte das Geschäftsmodell von stationären Apotheken durch Online-Versandapotheken weiter unter Druck geraten. Vor allem dann, wenn ein Gesetzentwurf nicht verabschiedet wird, der ein Versandhandelsverbot von rezeptpflichtigen Medikamenten vorsieht.

Auch wenn Digitalisierung für viele Unternehmen keine Revolution, sondern eine Evolution bedeute, rät der Digitalisierungs-Experte Unternehmensverantwortlichen: „Geschäftsmodelle auch ausgehend von den neuen digitalen Technologien neu zu denken.“ Digitalisierung bedeute zwar auch analoge Prozesse zu digitalisieren oder bestehende elektronische Abläufe zu optimieren – aber nicht nur.

Ob Revolution oder Evolution, Trovarit-Vorstand Treutlein hat für die Digitale Transformation eine Digitalisierungsroadmap konzipiert, die die einzelnen Schritte der Digitalisierung für Unternehmensverantwortliche planbar machen soll. Vereinfacht zusammengefasst sieht diese vor, zunächst die Handlungsfelder der Digitalisierung in einem Unternehmen zu identifizieren, dann die Kapazitäten des Unternehmens zu ermitteln und anschließend festzulegen, welches Handlungsfeld wann angegangen wird. Die Risiken der digitalen Transformation könnten sich so minimieren und die Chancen lassen sich nutzen. hei


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