Ratgeber

Die beste Cyber-Sicherheit für den Sommerurlaub

Urlauber machen sich meist nur darüber Gedanken, wie sie ihr Haus absichern, und wer sich um ihre Haustiere kümmert. Security-Spezialist Malwarebytes gibt Tipps, wie man Geräte und Daten auf Reisen richtig schützt.

Cyber-Sicherheit

Reisevorbereitungen

  1. Stellen Sie sicher, dass das Betriebssysteme und die Software auf allen mitgenommenen Geräten auf dem neuesten Stand sind. Das Installieren von Updates kann unterwegs bei langsamen und instabilen Verbindungen schwierig werden. Die beste Sicherheit bietet das passwortgeschützte WLAN zuhause.
  2. Auch für die Geräte, die am Arbeitsplatz oder zu Hause zurückgelassen werden, sind Vorsichtsmaßnahmen ratsam. Grundsätzlich sollten alle Geräte passwortgeschützt sein. Erhalten Unbefugte trotzdem Zugriff auf den Desktop, sollten sie wenigstens keine wertvollen Daten stehlen können.
  3. Auto-Connect-Optionen für das automatische Verbinden mit WLAN-Netzen sollten deaktiviert und Listen bekannter Netzwerke in den Geräten gelöscht werden. Cyber-Kriminelle könnten solche Funktionen für Man-in-the-Middle-Angriffe missbrauchen.
  4. Wertvolle Daten auf Geräten, die man im Urlaub dabei hat, sollten gesichert werden, damit es nicht zu einer doppelten Katastrophe kommt, wenn das Gerät weg ist.
  5. Geben Sie Termine oder Aktivitäten während der nächsten Reise keinesfalls über Social Media-Kanäle bekannt. Kriminelle erhalten sonst einen Einblick, wann Ihr Zuhause unbewacht ist und können dann ungestört einbrechen.
  6. Wer kontaktlose EC- oder Kreditkarten nutzt, sollte dafür passende Schutzhüllen verwenden, damit niemand unbemerkt Informationen von den Karten abgreifen kann.
  7. Die Anzahl an Geräten, die mit in den Urlaub gehen, sollte auf ein Minimum begrenzt sein. Dann sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass etwas beschädigt wird, gestohlen wird oder verloren geht.
  8. Stellen Sie sicher, dass eine individuelle Reiseversicherung alle Geräte und alle anderen Wertsachen abdeckt, die Sie mitnehmen.

Während der Reise

  1. Wer sein Auto am Flughafen parkt, sollte darin keine wertvollen Geräte zurücklassen. Dies ist auch ein guter Zeitpunkt, um die Bluetooth-Funktion des Mobiltelefons zu deaktivieren, denn das Auto ist eine der wenigen nützlichen derartigen Verbindungen. Ist Bluetooth ausgeschaltet, kann es nicht für ungewollte Zwecke verwendet werden.
  2. Flughäfen und andere öffentliche Plätze bieten oft kostenloses aber ungeschütztes WLAN. Solche Netze bergen Risiken. Erhöhen Sie Ihre Sicherheit, indem Sie eine verschlüsselte Verbindung – beispielsweise über VPN (Virtual Private Network) – verwenden.
  3. Wer das Hotel-WLAN nutzt, sollte sicher stellen, dass die Verbindungen mit Passwörtern gesichert sind. Jeder Zugriff auf arbeitsbezogene Daten sollte über eine VPN-Verbindung laufen.
  4. Sichtschutzfolien stellen sicher, dass nur die Person vor dem Bildschirm lesen kann, was darauf steht. Sie sind einfach anzubringen und für Laptops und viele Handheld-Geräte erhältlich.
  5. Öffentliche Computer sollten nie für Online-Shopping und Finanztransaktionen zum Einsatz kommen. Auf einer Reise ist es sicherer, auf sensiblen Internetverkehr zu verzichten.
  6. Wer Webmail-Services verwendet, sollte daran denken, dass dies weniger sicher sein kann als das Lesen der E-Mails im bevorzugten E-Mail-Programm. Einige Webmail-Dienste haben standardmäßig HTML aktiviert.
  7. Eine aktualisierte Anti-Malware-Lösung für alle Geräte ist unerlässlich.
  8. Da man Laptops und andere Geräte nicht beim Sightseeing mitnehmen möchte, sollte sichergestellt sein, dass es dafür einen sicheren Aufbewahrungsort gibt. Nicht jeder Hotelsafe ist groß genug für einen Laptop. Geräte einfach im Zimmer zurückzulassen ist nicht ratsam.

Bei Reisen ins Ausland

  1. Vor der Urlaubsreise sollten die Geräte vollständig geladen sein. Unterwegs und am Zielort könnten verschiedene Kabel, Netzstecker und Adapter erforderlich sein, um Geräte aufzuladen.
  2. Nicht nur die USA, sondern auch einige andere Länder verlangen bei der Einreise Einblick in Social Media-Konten. In Ausnahmefällen kann es klug sein, fragwürdige Kommentare zu entfernen, um weitere Untersuchungen zu vermeiden.
  3. USA-Reisende, sollten darauf vorbereitet sein, dass sie aufgefordert werden, das Passwort für ihr Gerät preiszugeben. Vergewissern Sie sich vorher, dass auf den Geräten keine Daten liegen, die Sie in Schwierigkeiten bringen könnten.

Wieder zu Hause

  1. Aktualisieren Sie die Anti-Malware-Lösung und führen manuelle Scans auf Geräten durch, um nach Schadsoftware zu suchen, die Sie sich unterwegs eingefangen haben.
  2. Haben Sie Geräte im Ausland gekauft, sollten sie diese besonders gründlich überprüfen. In einigen Ländern werden Geräte mit vorinstallierter Überwachungssoftware angeboten.
  3. Analysieren Sie Ihr Bankkonto auf unerwartete Abhebungen oder Ausgaben und informieren Sie bei Verdacht auf missbräuchliche Nutzung umgehend die Bank oder den Kreditkartenanbieter.
  4. Als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme sollten Sie die während der Reise verwendeten Kennwörter ändern. Hat sich jemand Zugriff auf Konten verschafft, kann er mit einem geänderten Passwort keinen Schaden mehr anrichten. Jürgen Frisch
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