IndustrieMES

Automobilzulieferer rüstet sich für Industrie 4.0

Die mit hoher Komplexität verbundenen Individual-Lösungen für jeden Standort erschwerten es der REHAU Automotive ihren Wettbewerbsvorteil auch im Industrie-4.0-Zeitalter zu sichern. Jetzt ersetzt der Automobilzulieferer und Polymerspezialist mit Softwareprodukten von Siemens in weltweit 15 Werken mehrere Altsysteme in den Bereichen Engineering, Fertigung und Qualitätsmanagement.

MEHRERE Altsysteme in den Bereichen Engineering, Fertigung und Qualitätsmanagement ersetzt REHAU Automotive mit Softwareprodukten von Siemens. Zum Einsatz bei dem Automobilzulieferer kommt den Angaben zufolge das komplette Manufacturing Operations Management (MOM) Portfolio des Elektronik-Konzerns. Der System- und Serviceanbieter REHAU implementiere damit ein unternehmensweites Manufacturing Execution System (MES) und Qualitätsmanagementsystem (QMS), das in ein Product Lifecycle Management (PLM) System für Produkt- und Prozessdigitalisierung sowie Closed Loop Manufacturing integriert sei. REHAU werde alle bisherigen Lösungen in 15 Werken weltweit austauschen.

Die neue, integrierte Lösung ermöglicht es uns, alle Prozesse und Logistikabläufe zu verschlanken und zu standardisieren.

Helmut Ansorge, Mitglied der REHAU Automotive Geschäftsleitung

„Dies ist das Leuchtturmprojekt für REHAU Automotive und es ist einzigartig in unserer Unternehmensgeschichte“, stellt Helmut Ansorge, Mitglied der REHAU Automotive Geschäftsleitung heraus, und erläutert warum es notwendig ist: „In den letzten zehn Jahren haben wir für jeden Standort maßgeschneiderte, individuelle Lösungen entwickelt. Im Laufe der Zeit machte es uns die damit zusammenhängende Komplexität jedoch immer schwerer, weiter zu wachsen und unseren Wettbewerbsvorteil zu sichern. Die neue, integrierte Lösung ermöglicht es uns, alle Prozesse und Logistikabläufe zu verschlanken und zu standardisieren. So können wir über ein Netzwerk von 15 Werken hinweg qualitativ hochwertige Produkte entwickeln und liefern. Das hochintegrierte Portfolio, die umfassende Branchenerfahrung und die Marktführerschaft von Siemens werden für uns ein echtes Unterscheidungsmerkmal sein. Siemens ist genau der richtige Partner, um die Digitalisierung und Automatisierung unserer gesamten Engineering- und Fertigungsprozesse umzusetzen.“

Integration in das ERP-System

Siemens hat den Angaben zufolge für die integrierte Lösung bei REHAU ein spezielles Template erstellt, das auf dem gesamten MOM-Portfolio von Siemens basiert, darunter die MES-Lösung SIMATIC IT UADM und die IBS QMS Professional Software. Die Lösung bei REHAU umfasse mit SIMATIC IT Preactor APS, ein Planungs- und Scheduling-System für die Fertigung, sowie mit SIMATIC WinCC, die Siemens-Anwendung für den SCADA / HMI Standard, die mit dem Fertigungsbereich verknüpft sei.
Die zur Implementierung vorgesehene Lösung sei in die Teamcenter-Software von Siemens sowie in das bei REHAU implementierte Enterprise-Resource-Planning (ERP)-System integriert. Dadurch würden alle Änderungen im Engineering sofort im Werk abgebildet. So lasse sich das Engineering über den Active Workspace Client für Teamcenter in das Abweichungsmanagement integrieren. Ingenieure könnten dadurch direkt und kontextualisiert auf gemeldete Abweichungen und die As-built-Dokumentation zugreifen.

REHAU liefert „Unlimited Polymer Solutions“ und ist weltweiter System- und Serviceanbieter polymerbasierter Lösungen für die Bau- und Automobilbranche sowie für die Industrie. An mehr als 170 Standorten weltweit beschäftigt das in Privatbesitz befindliche Unternehmens rund 20.000 Mitarbeiter. Siemens PLM Software ist eine Business Unit der Siemens Digital Factory Division. hei


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